Gebirge des Nordens

Nachdem uns die gestrige Ausfahrt in die nordöstliche Richtung verschlagen hatte, war heute der Nordwesten mit dem Parque Nacional da Peneda-Gerês dran, entdeckt zu werden.

Gestartet waren wir im Nebel bei -1,5 Grad -die Nächte hier sind empfindlich kalt, leider nicht nur draußen, sondern auch im Zimmer der Quinta da Mata, die wir für einen Aufenthalt im Winter nicht empfehlen können und deshalb auch vorzeitig verlassen werden. Die Sonne setzte sich allerdings schnell gegen den Morgennebel durch und bescherte uns bestes Ausflugswetter. Die Fahrt war an Vielseitigkeit kaum zu überbieten: auf Nebenstraßen durch Dörfer, in denen die Uhr im Mittelalter stehen geblieben schien über Pässe mit atemberaubender Aussicht und durch Gegenden, die verschiedenste Assoziationen von vertrauteren Reisezielen aufkommen ließen. Der Vierwaldstätter See, Bergpanoramen von La Rèunion, dann wieder Straßenabschnitte, die an die behauenen Felsen der Straßen bei Limone am Gardasee erinnerten. Kurz, die Landschaft überrascht mit ihrer Vielfalt und einer herrlichen Natur, manchmal karg und schroff dann wieder lieblich mediterran.

Ein kurzer beinahe unbemerkter Abstecher in den Norden Spaniens wo der höchster Berg der Region, der Pico da Nevosa (1548 m Höhe), zu finden ist und wieder zurück nach Portugal, vorbei an mehreren Stauseen, die Teils der Energiegewinnung aber auch als Wasserreservoirs genutzt werden. Das alles auf Straßen, auf denen man nur selten anderen Fahrzeugen begegnet und die als Motorrad-Rennbahnen bestens geeignet wären, gäbe es nicht die Geschwindigkeitsbegrenzung von 90 km/h.

Selten hatte ich so viel Spaß beim Fahren der Strecken, der Aufgabe, die Caro eh lieber delegiert. Die Region ist allemal einen ganzen Urlaub wert, ganz egal ob auf der spanischen oder der portugiesischen Seite.

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