Lisboa, pérola no Tejo

Abseits der wirtschaftlichen Verwerfungen, unter denen Portugal noch immer zu leiden hat und die die Portugiesen unter anderem den 1. November als Feiertag gekostet hat -eine der unsensibelsten Forderungen der Troika, die die streng katholischen Bürger sehr erboste- war das Erdbeben vom 1.11.1755 die letzte schwere Katastrophe, die die Stadt heimsuchte. Die Stadt atmet Kultur und könnte mit seinen sechs Weltkulturerbestätten in und um Lissabon mit Fug und Recht als die UNESCO Hauptstadt der Weltkultur bezeichnet werden.

Als Zeichen der Dankbarkeit für den Frieden und insbesondere die Neutralität im zweiten Weltkrieg, blickt Christo-Rei, die Christus-Statue von Almada aus auf Lissabon und erfreut sich sicher an diesem herrlichen Anblick, den wir im Rahmen unserer 8-stündigen deutschen privaten Stadtführung, die wir nur wärmstens weiterempfehlen können, ebenfalls genießen durften.
Die Spuren des kulturellen Erbes des größten und frühesten Kolonialreiches der Welt sind allgegenwärtig, Lissabon ist aber deswegen kein Museeum geworden, sondern passt sich an und entwickelt sich dynamisch in vielerlei Richtung. Es ist auch Großstadt mit internationalem Flair und Luxuslofts neben großen Shoppingcentern. Besonders gelungen ist die Nutzung des Expo-Geländes von 1998, das heute eines der modernen In-Wohnviertel der Stadt beherbergt und mit Ansiedelungen von Telekommunikations-, und IT-Firmen Arbeit, Wohnraum und seinem Luxus-Shoppingtempel Vasco da Gama, aber auch vielen kleineren Geschäften, der Flaniermeile mit einem Angebot an Restaurants, Bars, Cafes, Discotheken und Clubs, wo insbesondere im Sommer das Leben rund um die Uhr tobt, Lebensqualität an den Ufern des Tejo bietet.

Lissabon ist es Wert, einen Monat Zeit zu verbringen, will man nicht nur solche Schönheiten wie das Hieronymuskloster und den Turm von Belém, die Museen alter Meister und moderner Künste, sehen. Das Erbe der Monarchie, findet man nicht nur in zahlreichen Gebäuden oder Museen wie dem Kutschenmuseeum oder dem Marinemuseeum, das auch königliche Barken ausstellt. Es ist unmöglich, die vielen Eindrücke wiederzugeben, die einem eine solche Tour vermittelt, aber ein paar Bilder werden wir noch zusammenstellen, um den Höhepunkt und Abschluß unserer ersten Portugalreise -es wird so es unsere Gesundheit erlaubt- sicher nicht die letzte sein!

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